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Neuigkeiten
07.10.2011, 16:11 Uhr | Übersicht | Drucken
Zwischen Stuttgart21 und verschuldungsfreiem Haushalt
CDU Stadtverband Torgau in Partnerstadt Sindelfingen zu Gast

21 Jahre nach der Wiedervereinigung Deutschlands stand am letzten Wochenende wieder der Besuch des CDU Stadtverbandes Torgau bei den Sindelfinger Freuden an.


Christine Haderthauter mit den Torgauer Christdemokraten.
 
Torgau / Sindelfingen - Am frühen Samstagmorgen ging es mit dem Citybus der Stadt Torgau nach Baden-Württemberg. Nach einer Erkundung der Stadt und den Veränderungen in den letzten zwei Jahren stand die offizielle Begrüßung durch den Partnerschaftsbeauftragten der CDU Sindelfingen Wolf-Dieter Schumann und dem Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Stadtrat Walter Arnold an. Beide riefen dabei zunächst die Geschichte dieser Freundschaft in Erinnerung und stellten so dann die aktuelle Situation in Sindelfingen dar. Insbesondere nach der Wirtschaftskrise und der Stabilisierung des Daimler-Konzerns am Standort Sindelfingen sind die Aussichten für die Stadt gut. Es wird einem verschuldungsfreien Haushalt in den nächsten Jahren entgegengeblickt. Weiterhin soll die Stadt noch attraktiver für junge Arbeitskräfte sein, um Fachkräfte am Ort zu halten und anzulocken. Der Ausbau von Krippen- und KiTa-Plätzen steht dabei ganz oben auf der Agenda, genauso wie die Erschließung eines neuen Stadtteils mit vielen Grundstücken für Einfamilienhäuser.

Der Sonntag ging dann gleich auf der Baustelle des Bahnhofsprojektes Stuttgart21 los. In einer sehr sachkundigen zweistündigen Führung wurde das aktuelle Problem der Tallage und des Flaschenhalses bei der Einfahrt in den bestehenden Kopfbahnhof erläutert. Die 90-Grad-Drehung und die Verlagerung des Bahnhofes etwa sechs bis acht Meter unter die Erde werden dieses Problem lösen, den Bahnhof effektiver machen und im Ergebnis durch die wegfallenden oberirdischen Gleise ein neues Stadtviertel für 30.000 Menschen schaffen. Neben dieser technischen Projektumsetzung und der Einbettung in das gesamteuropäische und regionale Schienensystem (u.a. werden die Sindelfinger nur noch die Hälfte an Fahrtzeit zum Flughafen brauchen) bestanden natürlich auch Fragen nach dem politischen Entscheidungsweg und dem geplanten Volksentscheid im November. Am Nachmittag ging es dann weiter in die Sommerresidenz der württembergischen Könige Solitudè. Der Tage endete mit einem eigens arrangierten Orgelkonzert in der Sindelfinger Kirche "St. Martin".

Der dritte und letzte Tag stand dann ganz im Zeichen des Tages der Deutschen Einheit. Am Vormittag hatte der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Sindelfingen Thomas Riesch zu einem Stadtspaziergang mit Erläuterung der aktuellen Vorhaben und Bauprojekte geladen. Danach ging es direkt weiter zur mittlerweile traditionellen Feierstunde nach Ehningen. Die Festrednerin war in diesem Jahr die bayerische Familien- und Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU), die zum Thema "Falsch verstandene Gleichmacherei, damals und heute" sehr überzeugend auf verschiedene Standpunkte zur Familien-, Bildungs- und Sozialpolitik einging. Ausgehend von der individuellen Freiheit des Einzelnen sagte sie sinngemäß: "Der Staat muss jeder Familie selbst überlassen, wie er seine Kinder erzieht. Er soll breite Angebote schaffen, aber die Entscheidung muss in der kleinsten Zelle unserer Gesellschaft gefällt werden - der Familie." Diese klaren Worte stießen, insbesondere an diesem Tag, der für die Beendigung der sozialistischen Diktatur in Deutschland steht, auf sehr regen Zuspruch. Nach einem kurzen Gespräch mit der Ministerin ging es dann für die Torgauer am späten Nachmittag wieder nach Sachsen zurück.

Zusammenfassend stellt die Torgauer CDU-Vorsitzende Cordula Jahn fest: "Alles in allem war es wieder eine sehr gelungene und interessante Fahrt. Mit politischen und freundschaftlichen Gesprächen zu verschiedenen Themen war die Zeit sehr kurzweilig. Nach 21 Jahren ist weiterhin klar, dass diese Freundschaft auf der Wiedervereinigung Deutschlands basiert und wir dieses Geschenk immer dankbar annehmen müssen. Seit 1990 befinden wir uns in einem ?Zusammen-Komm-Prozeß?. Diesen wollen wir auch weiterhin begehen und aktuelle Herausforderungen in Städten und Deutschland auf Augenhöhe erörtern. So können wir gegenseitig voneinander profitieren und Erfahrungen austauschen, wie bspw. beim Krippen- und KiTa-Ausbau. Bereits heute freuen wir uns deshalb auf den Besuch der Sindelfinger im kommenden Jahr."


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