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10.11.2011, 21:28 Uhr | Marian Wendt
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Erst der Auftakt gewesen CDU-Zukunftswerkstatt zeigte Herausforderungen für Torgau bis 2017 auf
In die Alte Superintendentur in der Wintergrüne in Torgau lud am vergangenen Freitag , den 04. November 2011 der CDU Stadtverband Torgau zur Zukunftswerkstatt "Torgau und das Reformationsjubiläum" ein. Dabei sollte erstmalig öffentlich mit den Bürgerinnen und Bürgern das Reformationsjubiläum 2017 aus Torgauer näher betrachtet und kommende Aufgaben für die Stadt herausgearbeitet werden.
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| Das Auditorium beim Vortrag von Dr. Hancke. |
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Torgau - In seinen einführenden Worten hatte der stellvertretende Stadtverbandsvorsitzende Marian Wendt (CDU) bereits das Ziel des Abends deutlich gemacht: "In der Region ist das Jahr 2017 noch nicht präsent. Es scheint sehr wenige öffentliche Aktivitäten zu geben, um sich auf den Besuch von mehreren Zehnmillionen Pilgern und Besuchern in Mitteldeutschland einzustellen. Insbesondere in Torgau scheint es so, als verlasse man sich auf Wittenberg und Dresden, die uns schon begleiten werden. Wir aber müssen noch mehr selbst aktiv werden."
Im ersten Fachvortrag stellte der Historiker Dr. Hansjochen Hancke aus Torgau die Ursachen und den Anlass der Reformation klar heraus und zeigte anhand verschiedener Ereignisse die Bedeutung Torgau`s für die Zeit der Reformation auf. Torgau war durch den Sitz des Sächsischen Kurfürsten politisches Zentrum dieser Kirchenneuausrichtung gewesen. Weiterhin wurden mit den Torgauer Artikeln, der ersten protestantischen Kantorei und Kirchenbau weitere wichtige Schritte für den Aufbau einer neuen europaweiten Kirche - hier in der Elbestadt - getan.
In einem zweiten Vortrag skizzierte der Direktor der evangelischen Geschäftsstelle "Luther 2017" in Wittenberg, Oberkirchenrat Michel Wegner, die theologische, politische und kulturelle Dimension des 500-jährigen Reformationsjubiläums im Jahr 2017. Neben der Darstellung der historischen Ereignisse ist aus seiner Sicht wichtig, ?dass sich auch die Christen in Europa auch inhaltlich auf dieses Ereignis einstellen und bereits die jetzt stattfindende Lutherdekade mit ihren verschiedenen Themen zur inneren Diskussion nutzen. Ein reines "Mittelalterspektakel" wäre nicht zielführend."
Im Laufe des Abends äußerten sich dann auch u.a. der Dezernent des Landratsamtes Nordsachsen Horst Winkler, die Centermanagerin des Torgau Informations Centrums (TIC) Frau Anja Bauermeister, der Superintendent Dr. Christian Stawenow sowie die Torgauer Pfarrer Hans-Christian Beer und Andreas Rothe, der Vorsitzende des Ost-West-Vereins Dr. habil. Uwe Niedersen und weitere Mitglieder der CDU sowie Bürgerinnen und Bürger.
Im Ergebnis konnte festgestellt werden, dass es mehr gemeinsame Absprache mit den anderen Orten der Reformation geben und die Stadt Torgau in den nächsten Jahren vor allem in die Tourismusinfrastruktur investieren muss sowie die Aktivitäten von Kirche, Stadt, TIC, Kultur und weiteren Aktiven noch enger verzahnt werden müssen. Die Stadt und der Landkreis sollen sich stärker Gehör in Berlin und Dresden verschaffen, wo die Leitlinien für das Jahr beschlossen. "Torgau darf nicht hinten runter fallen," so eine Forderung der Vorsitzenden des CDU Stadtverbandes Torgau Cordula Jahn. "Es wird unserseits nun zu weiteren Zusammenkünften geladen und die weiteren Aktivitäten und Initiativen geplant werden. Dies kann bei kleinen Dingen anfangen - wie eine bessere fremdsprachliche Ausstattung - und hört bei größeren Bauvorhaben - wie Unterbringungsstätten - auf. Wir bleiben hier für Torgau und die Region am Ball." so Jahn abschließend. |
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